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01.02.2010 14:45 Alter: 3 yrs

Orgel-Sensation in der Mercatorhalle


Duisburg (RP) So geht Kulturhauptstadt. Nach dem schwachen Auftakt in der Abteikirche Hamborn hatte die „Ruhr 2010“-Reihe „Orgellandschaft Ruhr – Ein Jahr mit der Königin“ jetzt einen ersten Duisburger Höhepunkt mit dem ersten Konzert der neuen Reihe „Toccata – Orgelmusik am Samstag Nachmittag“ in der ganz gefüllten Mercatorhalle. Salvatorkantor Marcus Strümpe hatte für die neue, im vergangenen Jahr eingeweihte Konzertsaalorgel im englischen Stil ein Konzertprogramm im englischen Stil vorbereitet. Damit führte er gleich mehrere eindrucksvolle Beweise. Zum einen , dass man ein ebenso abwechslungsreiches und kurzweiliges wie tiefgründiges und lohnendes Orgelkonzert programmieren kann. Zum anderen, wie außergewöhnlich vielfältig die Eule-Orgel der Mercatorhalle ist. Nicht zuletzt, dass auch in unserer Stadt ein großes Publikum dafür durchaus vorhanden ist. Das enthielt leichtfertige Liedchen ebenso wie anspruchsvolle Fantasien. Das ging von dem festlichen „Grand Choeur“ C-Dur von César Franck bis zum Krönungsmarsch (für die derzeitige englische Königin Elisatbetz II.) „Orb and Sceptre“ von William Walton und zu der Zugabe von dem italienischen Rossini-Zeitgenossen Vincenzo Petrali. Oder, nach Lebensdaten der Komponisten, von der hyper-barocken Fantasie („Pièce d’Orgue“) G-Dur BWV 572 von Johann Sebastian Bach bis zu dem „Concert Rag“ (Konzert-Ragtime) „Sweet Sixteenths“, benannt nach dem in Amerika besonders gefeierten sechzehnten Geburtstag der Mädchen, von William Albright.   Wobei vor allem bei Walton die speziellen Register der Mercatorhallen-Orgel wie „Mercator-Trumpet“ und Tuba Sonora“ zur Geltung kamen. Und wobei bei Albright sechs zusätzliche Töne von einem Assistenten übernommen werden mussten, wie vom Komponisten vorgesehen. Erwähnenswert ist noch die ergreifende „Unterwassermusik“ namens „In memoriam Titanic“  op.10/1 von Joseph Bonnet. Das ist eine Fantasie über jenen Choral „Nearer, my God to Thee“, denn die Bordkapelle des untergehenden Luxusdamphers ja bis zuletzt gespielt haben soll. Marcus Strümpe übertraf sich selbst, spielte das Konzert seines Lebens, mit punktgenauen Interpretationen und leuchtenden Registrierungen. Fortsetzung folgt am Samstag, 20. März, wiederum um 16:00 Uhr. „Toccata 2“ spielt Regionalkantor Peter Bartetzky. Der Eintritt ist dann wiederum frei.
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